Ehrenamtspreis 2013

    Gut, dass es sie gibt: Menschen, die sich ohne eigenen Vorteil für andere engagieren. Gebraucht werden sie, diese "Ehrenamtler". In den Vereinen, im sozialen Bereich und in der Kultur. Kaum ein Rad ginge mehr rund in unseren Dörfern ohne ehrenamtliches Engagement. Der Verbandsgemeinde Wallmerod ist es ein besonderes Anliegen, dem Ehrenamt die Anerkennung und Aufmerksamkeit zu verschaffen, die es verdient. Deshalb wurde der im vergangenen Jahr ausgelobte Ehrenamtspreis bei der Verbandsgemeinderatssitzung am 14.03.2013 zum ersten Mal vergeben. Die Preisträger Marlies Dahlem (Meudt), Helmut Sprenger (Obererbach),  Hermann Wagner (Wallmerod) und der Besuchsdienst der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde Wallmerod freuten sich über den Ehrenamtspreis und stifteten das Preisgeld von jeweils 100 € an karitative Zwecke.

    Ehrenamtliches Handeln wird nur allzu gerne als Selbstverständlichkeit aufgefasst. "Das war doch schon immer so", heißt es oft. Dabei ist es alles andere als selbstverständlich, dass sich Menschen in ihrer immer knapperen Freizeit nicht um sich oder ihre Familien kümmern, sondern viele Stunden in andere Menschen, einen Verein oder etwa ein gemeinnütziges Projekt investieren. "Ehrenamtliches Engagement muss gepflegt werden wie eine kostbare Pflanze, damit sie fest verwurzelt, aufwächst und Früchte trägt," so die Meinung von Bürgermeister Klaus Lütkefedder.

    Die Auslobung des Ehrenamtspreises hat gezeigt, dass es in der Verbandsgemeinde Wallmerod herausragende ehrenamtliche Leistungen gibt.

    Von verschiedenen Institutionen wurden Vorschläge für den Ehrenamtspreis eingereicht. Aus diesem bunten Strauß an Nominierungen hatte der Haupt- und Finanzausschuss die nicht ganz einfache Aufgabe, die drei Preisträger des Ehrenamtspreises zu bestimmen. Die Qual der Wahl zeigte sich darin, dass es bei der geheimen Abstimmung Stimmengleichheit für Vorschläge gab. Deshalb wurde kurzerhand beschlossen, bei der ersten Auflage ausnahmsweise vier Ehrenamtspreise zu vergeben.

    Über den Ehrenpreis freuen konnte sich so zunächst Marlies Dahlem aus Meudt. Sie hat bereits in der Schulzeit ihrer mittlerweile drei erwachsenen Kinder eine Hausaufgabenhilfe für ausländische Kinder und Kinder mit Lernproblemen angeboten. Daraus entstanden ist die die Hausaufgabenhilfe im Meudter Pfarrheim. Auch hier war Frau Dahlem federführend. Rückblickend betrachtet war Sie mit ihrem ehrenamtlichen Engagement eine wichtige Wegbereiterin für die Ganztagsschule in Meudt. Neben der Hausaufgabenhilfe begleitet sie ihre Schützlinge auf dem weiteren Lebensweg, sei es bei der Schulbuchausleihe, beim Besuch weiterführender Schulen, bei Behördengängen oder der Jobsuche. Sie leistet so für die Integration ausländischer Bürgerinnen und Bürger einen wichtigen Beitrag.

    Weiterer Preisträger ist Helmut Sprenger aus Obererbach. Er war von 1974 bis 1999 im Ortsgemeinderat Obererbach kommunalpolitisch aktiv, davon 10 Jahre als 2. Ortsbeigeordneter. Über 20 Jahre lang engagierte er sich als Mitglied des Pfarrgemeinderats auch für die Kirche. In der Freiwilligen Feuerwehr begleitete er von 1970 – 1978 zunächst das Amt des stellvertretenden Wehrführers, bevor er von 1978 bis 1983 als Wehrführer Verantwortung. In der Kolpingfamilie Obererbach ist er seit der Gründung 1960 durchgehend im Vorstand aktiv. Er ist seit 2010 Ehrenmitglied und hilft seit über 20 Jahren beim Beladen der LKW für die Rumänienhilfe.

    Weiter ging der Ehrenamtspreis an Hermann Wagner aus Wallmerod. Im Verein MGV Eintracht Wallmerod wirkt er seit der Wiedergründung in 1956 aktiv mit. Dort engagierte er sich als Vizedirigent und übt seit 2002 unentgeltlich die Dirigententätigkeit aus. Das musikalische Leben in Wallmerod bereicherte er mit der Gründung der Singschar Wallmerod in 1972, durch die Komposition eines Heimatliedes und als musikalischer Begleiter von Gottesdiensten in Berod b. W. und Wallmerod. Auch die Dorfgemeinschaft liegt ihm am Herzen. So hilft er tatkräftig bei der Vorbereitung der Seniorennachmittage. Seine besondere Leidenschaft ist die bauliche Erhaltung der alten Wallmeroder Friedhofskapelle und die Ausschmückung des Innenraums. Hierfür nimmt er auch gerne eigenes Geld in die Hand.

    Als Gruppe wurde der Besuchsdienst der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde Wallmerod ausgezeichnet. Der Besuchsdienst kümmert sich seit 2003 um die Menschen im Seniorenwohnheim Hildegard von Bingen in Wallmerod. Die guten Seelen des Besuchsdienstes gehen mit den Bewohnern spazieren, halten wöchentlich eine Gymnastikstunde, wechseln sich freitags mit einem Gottesdienst ab und kümmern sich gerne um die Sorgen und Nöte der Heimbewohner.

    Zu guter Letzt war es an den Preisträgern, die Empfänger des Preisgeldes von jeweils 100 € zu bestimmen. Freuen können sich darüber die Caritas, die Rumänienhilfe Obererbach, die Tafel Montabaur-Wirges und die Senioren, die der Besuchsdienst betreut.

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