Wappen der ortsgemeinde niederahr

    Heraldische Beschreibung :
    Spätgotischer Rundschild. schräglinks geteilt durch eine viermal gewellte silberne Leiste,
    oben in Blau wachsend ein goldener rot bewehrter Löwe. ein silbernes Zahnrad haltend,
    unten in Blau schräglinks ein goldener Tongräberspaten.
     
    Heraldische Begründung:
    Die Gemeinde Niederahr liegt im Gebiet des ehemaligen Niederlahngaues, dem Herrschaftsgebiet der nassauischen Grafen. Als "Niedernanner Zeche" gehörte der Ort bis 1564 in der Grafschaft Diez zum Kirchspiel und Gericht Meudt. Durch den Tauschvertrag vom 27.7.1564 kam das Kirchspiel Meudt, also auch Niederahr. an das Kurfürstentum Trier. 1802 fiel Niederahr wieder an Nassau zurück und gehörte ab 1815 bis 1866 zum Herzogtum Nassau, danach in Preußen zur Provinz Hessen-Nassau. Die überwiegend "nassauische" territoriale Zugehörigkeit wird durch die blauen Feld
    farben und das Wappentier, dem goldenen rot bewehrten Löwen dokumentiert.
    Die den Schild teilende silberne Wellenschrägleiste zeigt symbolisch den "Ahrbach". der die Gemeinde durchfließt.
    Der im Jahr 959 als "Anara" erwähnte Bach gibt der Gemeinde Niederahr ihren Namen und teilte als Grenze die Grafschaft vom Bann Montabaur. Die 4 Wellen stehen für die 4 Mühlen. die 1564 bzw.1648 geschichtlich erwähnt sind. Es sind die Schaibergs-, Schönbergs-, Landschultheißen- und Gilbertsmühle. Die Farbe Silber für die Wellenschrägleiste ist aus dem kurtrierischen Wappen abgeleitet.
    Der goldene Tongräberspaten im unteren Feld steht für den Tonbergbau in der Gemeinde Niederahr. Dieses besondere Handwerk hat die Gemeinde im letzten Jahrhundert wesentlich geprägt und wirtschaftlich begünstigt. Das große Metallwerk "Westfalia" ist durch das Industriezahnrad dargestellt. Das Werk stellt den Bewohnern von Niederahr in den letzten Jahrzehnten viele Arbeitsplätze zur Verfügung und hat der Gemeinde ebenfalls zu ihrem Wohlstand verholfen.

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