„Leben im Dorf“ fördert 400. Projekt in Meudt-Dahlen

    „Das Projekt geht ab wie eine Rakete“. Das, was Bürgermeister Klaus Lütkefedder mit diesen Worten eindringlich lobte, ist das „Wallmeroder Modell“.

    Im Rahmen des Programms „Leben im Dorf – Leben mittendrin“ werden Privatpersonen finanziell durch die Verbandsgemeinde bei der Bebauung von Baulücken, dem Abriss alter Gebäude und Neubau an gleicher Stelle oder aber auch bei der Sanierung von leerstehenden, alten Gebäuden unterstützt. So wie in dieser Woche als Bürgermeister Klaus Lütkefedder in die Spessartstraße einen Förderbescheid in Höhe von 6.000 Euro an die Familie Dominik, Nina und Tochter Juna-Emilia Baulig überreichte. Lange hätte die Familie aus Langen nach einem geeigneten Objekt gesucht. Wichtig für Dominik Baulig war es als Limburger wieder zurück in den heimischen Raum zu kommen. Bei einer Auktion wurde er fündig und konnte das zwei Jahre leerstehende Haus in der Spessartstraße für sich und seine Familie ersteigern. „Und dann traf ich auf viele freundliche Menschen“ erzählte Dominik Baulig bei der Übergabe des Förderbescheides. 

    Mitarbeiter der Verbandsgemeinde hätten ihm wertvolle Tipps in finanzieller Hinsicht gegeben. Darunter auch die Möglichkeit Unterstützung über das „Wallmeroder Modell“ zu bekommen. Ein wichtiger Grund ein Haus in diesem Bereich zu kaufen waren die horrenden Preise im Frankfurter Raum „bei denen das finanzielle Risiko zu hoch ist“. Nach langem Zögern seiner Frau „die ist in Frankfurt groß geworden“ hat es dann doch geklappt und so wurde das Haus aus dem Jahr 1956 mit seinen fünf Zimmern mit 150 Quadratmeter Wohnfläche, einer Scheune, einem Hühnerstall und einem 900 Quadratmeter Grundstück erworben. Ein wichtiger Grund ein renovierungsbedürftiges Haus zu kaufen waren auch die vielen Helferinnen und Helfer aus dem privaten Bereich. Selbst ist Dominik Baulig ausgebildeter Maurer, er kann auf seinen Vater Dieter Baulig bauen und viele weitere Familienmitglieder helfen. Wichtig für ihn war auch die sofortige Hilfe durch die Verbandsgemeinde.

    Wie Verbandsbürgermeister Klaus Lütkefedder betonte, sei es der vierhundertste Förderbescheid der seit dem Start des Programmes übergeben wird. Bisher hat dies rund 70 Millionen Euro Gesamtinvestitionen ausgelöst. Die Zahl der Zuschüsse durch die Verbandsgemeinde beläuft sich auf etwa 1,48 Millionen Euro. Wichtig sei es, dass viele junge Familien dem Beispiel der Familie Baulig folgen um Leerstand in den Gemeinden zu vermeiden und eine Nachnutzung für alte Gebäude zu erreichen. Es sei eine Bereicherung junge Familien aus dem Rhein-Main-Gebiet in den Westerwald zu bekommen. Das man bei der Familie Baulig richtig liegt sieht man am Schlusswort von Dominik Baulig „für mich ist das wie heimkommen“.

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