Backesdörferfest bot für alle ein buntes Programm

    Acht Gemeinden beteiligten sich an dem großen gemeinsamen Fest

    Das große Backesdörferfest der Verbandsgemeinden Wallmerod und Westerburg hat sich über die Jahre hinweg einen Namen gemacht. Auch diesmal lockte das gemeinsame Fest, das traditionell am letzten Sonntag im September stattfand, wieder unzählige Besucher in die acht Orte, die mit einem bunten und leckeren Programm alle Sinne ansprachen.

    Es war schade, dass die – zum Glück nur kurzen – Regenschauer, so manche Attraktion im Freien ins Wasser fallen ließen. Dazu gehörten leider auch die Hüpfburgen. Doch der Nachwuchs hatte  trotzdem seinen Spaß. Und ließ sich schminken, zu Spielen animieren oder wartete geduldig, bis das Stockbrot fertig war.

    In den teilnehmenden Gemeinden hatten die Helfer wieder tolle Arbeit geleistet. Die aufgestellten Zelte, die Sitzgelegenheiten im Backes und anderen Räumlichkeiten waren allesamt gut gefüllt. Die widrigen Witterungsbedingungen ließen die Menschen enger zusammen rücken. So war es gemütlich und warm. Familien, Freunde und Nachbarn genossen es, in großer Runde einmal gemeinsam essen zu können. Schließlich gab es viel zu erzählen. Es wurde gesungen, geschunkelt und gelacht. Die angebotenen deftigen und süßen Köstlichkeiten fanden guten Absatz.

    Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem eigenen Pkw oder auch mit dem bewährten Shuttle-Bus, der auch diesmal wieder gut genutzt wurde, erkundeten viele Bürger das Angebot in den anderen Gemeinden.

    Suppe und ofenfrisches Brot

    In Elbingen wurde Alois Erbsensuppe allseits gelobt. Gemeinsam mit einigen Helfern hatte er 110 Liter gekocht, wovon am Nachmittag nicht mehr viel übrig war. Auch die rund 200 im Backes gebackenen Brote fanden guten Absatz. Für Live-Musik sorgte „Mütze“ Jens Ickenroth.

    Einen Ort weiter, in Mähren, lockten Pizza und Aschebraten. Überdies gab es frische Waffeln, verschiedene Spielangebote, Kinderschminken und eine Verlosung zugunsten des Spielplatzes.

    In Salz, wo ein Kreisliga-Fußballspiel viele Fans anlockte, lud ein umfangreiches Getränke- und Essensangebot ein. Eine Besonderheit war das Wildmobil mit Delikatessen vom heimischen Wild. Auch der Kunsthandwerkermarkt in Molsberg trotzte dem Regen. Kinderschminken, Luftballonmodellage und Erbsenschlagen waren hier angesagt. Wer wollte, der konnte den Handwerken beim Korbflechtern, Besenbinden und der Glasveredelung über die Schulter schauen.  Wer Hunger verspürte, der konnte zwischen Erbelskreppelcher, Erbsensuppe sowie Kaffee, Kuchen und Eis wählen.

    Museum und Ausstellung 

    In Bilkheim öffnete das Dorfmuseum, der „Lernort historischer Wohnraum“, durch das die Mitglieder des Vereins zur Förderung der Denkmalpflege und des Dorfcharakters führten. Auch ein Abstecher ins Bürgerhaus „St. Barbara“ lohnte sich. Dort konnte die Sonderausstellung „Elektrizität von Beginn an“ besichtigt werden. Zum längeren Verweilen luden Kaffee und Kuchen ein. In Hahn am See standen an „Annemies Schauer“ die Türen des Naturkunde- und Jagdmuseums der Verbandsgemeinde Wallmerod offen. Pfarrer Anton Jonietz lud in Salz mehrmals am Tag zur Besichtigung des Glockenturmes ein und führte die Besucher durch die romanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert.

    Andere Gemeinden besucht

    Viel geboten wurden in Weltersburg auf dem Festplatz bei den Habelwerken. Dazu gehörten die Oldtimer- und Traktorausstellung des Schmiedeclubs mit der alten Dorfschmiede. Für das leibliche Wohl war hier auf vielfältige Weise bestens gesorgt. Eigentlich sollte die EVM in Herschbach-Wahnscheid ihren Info-Stand aufbauen. Dieses Angebot wurde kurzentschlossen nach Weltersburg verlegt. Klein und groß nutzte somit dort die Gelegenheit, mit dem Segway über den aufgebauten Parkour zu fahren. Der Musikverein Weltersburg unterhielt mit bekannten Melodien und freute sich über kräftigen Beifall.

    In Willmenrod wurde das „Erntedankfest“ gefeiert. Zunächst beim Gottesdienst in der Kirche, später im Martin-Luther Haus. Selbst gebackene Kuchen und Torten und ein Imbiss-Stand sorgten hier für das leibliche Wohl der Besucher. Kirchenführung und Kinderanimation gehören ebenso zum Programm wie Livemusik mit „Ballads and Beer“. Viel Wissenswertes über ihre umfangreiche Motorensammlung wussten David Kortz und sein Vater Bernd zu erzählen. Ihre liebevoll dekorierte Ausstellung lockte viele Schaulustige an.

    Rundum gelungen war somit der Sonntag, der keine Langeweile aufkommen ließ. Jung und Alt freuten über das gelungene Backesdörferfest, das auch im nächsten Jahr wieder am letzten Sonntag im September stattfinden soll.  (Text und Fotos: Ulrike Preis)  


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