Nachhaltig und bedarfsgerecht – Ideen für die Mobilität der Zukunft

    1. Wallmeroder Barcamp war ein voller Erfolg

    Am 2. Oktober drehte sich beim Barcamp in der Sport- und Kulturhalle Wallmerod alles um das Thema grenzenlos mobil. Trotz der Corona bedingten Einschränkungen waren rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der gesamten Region gekommen, um Ideen für eine zukunftsweisende Mobilität vor Ort zu entwickeln – Interessierte, Fachexperten und politisch Verantwortliche. Viele von ihnen hatten schon im Vorfeld die Gelegenheit genutzt, online Themenvorschläge einzureichen und so das Barcamp-Programm selbst mitzubestimmen. Auf dieser Basis war eine vielseitige Agenda mit drei Themenblöcken entstanden: „Gemeinsam unterwegs – mit Bus, Bahn und Fahrdiensten“, „Nachhaltig unterwegs – mit dem Rad, elektrisch und Sharing-Angeboten“ und „Digital unterwegs“.

    In Kleingruppen Ideen entwickelt

    Die Barcamperinnen und Barcamper kamen in insgesamt sechs Arbeitsgruppen zu den verschiedenen Teilthemen der Mobilität miteinander ins Gespräch. In den so genannten Sessions wurden Erfahrungen und Argumente ausgetauscht, Fragen diskutiert und Ideen entwickelt. Vom ÖPNV oder Fahrdienste on Demand über die Möglichkeit, stillgelegte Bahnstrecken wieder zu aktivieren, bis hin zu Mobilitätsstationen und Car-Sharing-Ansätzen – das Spektrum der Vorschläge für Mobilitätsansätze, bei denen Menschen gemeinsam unterwegs sind, war breit. In der zweiten Sessionrunde drehte sich alles um Fragen der nachhaltigen Mobilität: Wie gelingt es, dass noch mehr Menschen Fahrrad und E-Bike als vollwertiges Verkehrsmittel nutzen und wie schaffen wir Anreize für mehr E-Mobilität in der Region? Während die Barcamperinnen und Barcamper beim Thema Rad gut ausgebaute und vernetzte Wege als zentral erachteten, reichten die Ansätze für mehr E-Mobilität von erweiterten Informationsangeboten und einer verbesserten Ladeinfrastruktur bis hin zu kreativen Möglichkeiten, E-Bikes und -Autos einfach mal auszuprobieren. Kurze Ergebnispräsentationen am Ende jeder Sessionrunde sorgten dafür, dass trotz Hygienevorgaben und Abstandsgeboten, alle Mitwirkenden an allen Überlegungen teilhaben konnten. In nur zwei Stunden entstanden zahlreiche Ideen für die unterschiedlichsten Teilbereiche der Mobilität vor Ort. Darüber freute sich auch Cornelia Szyszkowitz, die das Barcamp, als eins von 100 MITEINANDER REDEN-Projekten der Bundeszentrale für politische Bildung, projektseitig begleitete.

    Aus Ideen sollen Konzepte werden

    Verbandsbürgermeister Klaus Lütkefedder dankte allen für ihre Bereitschaft mitzuwirken und die vielen kreativen Vorschläge. „Wir werden diese Ideen an die Stellen auf Verbands- bzw. Kreisebene weiterleiten, die für die jeweiligen Teilbereiche Verantwortung tragen“, betonte Lütkefedder und versprach am Ball zu bleiben. „Wir halten Sie auf dem Laufenden, wie es mit Ihren Barcamp-Ideen weitergeht und werden Sie auch zukünftig einbinden. Denn tragfähige Mobilitätskonzepte für unsere Region entwickeln und umsetzen – das geht nur gemeinsam.“

    Mobilität digital planen

    Zum Abschluss des Barcamps stellte Herbert Fuss vom ADAC Mittelrhein e.V. das Pendlernetz des Automobil-Clubs als eine Möglichkeit vor, die persönliche Mobilität digital zu planen. Über eine webbasierte Plattform können sich Berufspendler zu Fahrgemeinschaften zusammenfinden und so gemeinsam umweltschonend und kostengünstig unterwegs sein. Unabhängig von diesem konkreten Angebot waren sich alle Anwesenden einig: grenzenlose Mobilität braucht digitale Lösungen, um Wege und Verkehrsmittelnutzung einfach flexibel planen zu können.

    Mehr Informationen zum Barcamp „Grenzenlos mobil“, den Ergebnissen und Ideen finden Sie auf unserer Website www.mobilmittendrin.de


    Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe „Mobilitätsinfrastruktur verbessern“ – vorgestellt von Manfred Calmano.


    In Kleingruppen wurden Teilthemen diskutiert und Ideen entwickelt.


    Viele zukunftsweisende Ideen – entstanden beim Barcamp „Grenzenlos Mobil“.

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