Seng met un schwätz platt…

    "Wot hun mer gelacht in Eidtsfritze Schauer!"

    Die neunte Auflage von "Seng met un schwätz platt…" brachte wieder eine vollbesetzte "Eidtsfritze Schauer" in Hundsangen. Die beliebte Veranstaltung des Kulturfördervereins der Verbandsgemeinde Wallmerod hat an ihrer Anziehungskraft nicht verloren und bescherte den Besuchern wieder einen vergnüglichen Abend. Neben den fünf angekündigten Programmpunkten, kamen noch fünf spontane Wortmeldungen dazu, sodass neben dem musikalischen auch der rhetorische Teil nicht zu kurz kam. So berichtete der Rudi aus Salz über die einzelnen Dorfnamen der Region vom Frickhöfer Kochlöffel bis hin zum Wallmeröder Quellmann. Ebenfalls aus Salz, Rita Wörsdörfer, die mit ihrem erfrischenden Vortag über ein Geschwisterpaar, welches in "Limbursch ikaafe wor", die Leute begeisterte. Von runden Geburtstagen älterer Herrschaften berichteten Ulrike Brühl aus Görgeshausen und Anneliese Hannappel aus Obererbach. Zum ersten Mal dabei und furchtbar "offgerescht", war Elise Hannappel. Sie zeigte die Unterschiede von "Domols un Hau" auf. "Frojier hatt mer Gardine un hau hänge Lappe un de Fister".


    Die "Rotkäppchen" besangen den Westerwald: "Dreiviertel Juhr Wender, a viertel Juhr kalt".

    "Zum Kino?" - "Geradeaus!" - "Schoo, de Film es schu aus." ließ Rita Wörsdörfer über die Erfahrungen Salzer Cineasten wissen.

    "Onnergässer Otto" und Hausherr "Eidtsfritze Hubert" sorgten mit ihren Schifferklavieren für die Musik und das Publikum sang die alten Schlager und Volkslieder gerne mit. Für Musik sorgten auch die "Rotkäppchen", die nach einer längeren Pause wieder mit von der Partie waren. Sie besangen die "Vorzüge" des Westerwaldes. Und zwischendurch immer wieder Vorträge auf platt. Kathi Eid konnte "nochs net schloofe" und wusste dabei viele Zuhörer auf ihrer Seite. Elfi Kronimus war "wie immer in der Hektik und hatte kaa Zeit", was sie in einem lustigen Vortrag zum Besten gab. Spontan waren auch Roswitha Häs aus Wallmerod und Regina Hussock aus Bochum. Letztere entführte in den Ruhrpott, dessen Slang so ganz anders als der Westerwälder Dialekt daher kommt. Moderiert wurde der Abend von Dieter Ehinger, der eine Hommage in platt auf "Oppersch Liesje un sei Nähmaschie" sowie eine Geschichte vom "70-jährige Juhrgangstreffe" erzählte. Am Ende dankte er allen Beteiligten für ihr Mitmachen und beendete einen gelungenen Abend, "wu vill platt geschwatzt wur", und erst spät in der Nacht das Licht gelöscht wurde.

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