Beim 9. Backesdörferfest war wieder überall was los

    Westerwälder Clown-Doktoren und VdK Ortsverbände freuen sich 

    Glücklich und auch ein wenig erschöpft liefen Jürgen Fries und seine Mitstreiter am  Sonntagnachmittag unter lautem Jubel der Zuschauer in Elbingen ins Ziel ein. Seit ihrem Start um 8 Uhr morgens an gleicher Stelle waren sie 8 Stunden und 28 Minuten unterwegs. In dieser Zeit hatten sie insgesamt 56,3 Kilometer hinter sich gebracht.

    Doch nicht nur für sie war der erste Ultramarathon-Spendenlauf, der im Rahmen des 9. Backesdörferfestes der Verbandsgemeinden Wallmerod und Westerburg stattfand, ein voller Erfolg. Neben den Teilnehmern, Helfern sowie Spendern und Sponsoren freuten die Westerwälder Clowndoktoren und die VdK Ortsverbände in der VG Wallmerod, dass sie einen Spendenscheck in Höhe von 7.100 Euro in Empfang nehmen konnten.

    Hintergrund

    Unter dem Motto „53 Kilometer – 21 Gemeinden – ein Ziel“ hatte der erfolgreiche Triathlet Jürgen Fries aus Bilkheim diesen Lauf organisiert. Mit dem Erlös möchte er Menschen helfen, die nicht so viel Glück im Leben haben und Hilfe brauchen.

    Von Elbingen, wo der Startschuss fiel, ging es über Hahn am See, Arnshöfen, Kuhnhöfen, Ettinghausen, Oberahr, Niederahr, Meudt, Dahlen, Zehnhausen, Steinefrenz, Weroth, Dreikirchen, Obererbach, Hundsangen, Molsberg, Wallmerod, Berod, Bilkheim, Salz, Wahnscheid, Herschbach, Eisen Ehringhausen und Mähren wieder zurück nach Elbingen. Begleitet wurde der Lauf von der Freiwilligen Feuerwehr Bilkheim, die an den Straßen für die notwendige Absicherung sorgten und für die Läufer Getränke bereit hielten. Überdies waren Mitglieder des DRK Ortsvereins Meudt mit von der Partie. Sie kümmerten sich um die medizinische Versorgung. Auch die Familie von Jürgen Fries war den ganzen Tag über mit dabei. Ehefrau Monika fuhr mit dem Auto von Station zu Station. Sie war es auch, die alles in Foto und Film festhielt. Tochter Anna (16) lief am Morgen die ersten Kilometer mit. Auch Sohn Jakob war mit Eifer dabei. Der 13-Jährige wechselte sich mit Steve Scherer auf dem Fahrrad ab und lief zwischenzeitlich auch selbst 26,5 Kilometer mit.

    Viele Unterstützer

    Steve Scherer ist ein guter Freund und Nachbar von Jürgen Fries. Der 40-Jährige begleitete die laufende Truppe mit seinem Mountain-Bike und sorgte für Musik und Versorgung. Ein großes Lob galt auch Florian Benten. Der Weltersburger lief die gesamte Strecke mit. Etwa 20 Kilometer war auch dessen Freundin Elena Milke mit dabei. Immer wieder kamen Läufer dazu, andere verabschiedeten sich. Bei diesem Lauf konnte jeder irgendwo einsteigen oder auch aufhören. Es wurde kein Startgeld erhoben, alles lief zwanglos ab und alle hatten ihren Spaß.

    Am Ortseingang von Salz wartete Ortsbürgermeister Holger Wörsdörfer mit einigen Jugendlichen. Sie begleiteten die Läufer bis zum Sportplatz, wo Jürgen Fries von der Ortsvereinen einen Spendenscheck in Empfang nehmen konnte. Auch in den übrigen Gemeinden hatten sich die aufgestellten Spendendosen gut gefüllt. Wie der 51-Jährige berichtete, wurde er an allen Stationen herzlich empfangen. Immer den Blick auf die Uhr, ging es nach einer kurzen Verschnaufpause weiter.

    Großzügige Spende

    Nach der Ankunft am Backes in Elbingen dauerte es dann auch mehr als eine Stunde, bis das ganze Geld gezählt war. Schon im Vorfeld war eine stattliche Summe auf dem Spendenkonto eingegangen. Schließlich kam der spannende Moment und Wallmerods VG-Bürgermeister Klaus Lütkefedder konnte die freudige Nachricht verkünden, dass ein Spendenscheck in Höhe von 7.100 Euro überreicht werden kann. Er nutzte die Gelegenheit, allen Beteiligten für ihren Einsatz für die gute Sache zu danken.

    Stellvertretend für die Westerwälder Clown-Doktoren waren Dr. Schokominz-Bunterkunt (Anke Kremper) und Dr. Jakobus Jakus (Hans Ehrlich) gekommen. Die beiden gehören zu dem Team der Clown-Doktoren, die in den Koblenzer Krankenhäusern Marienhof und Kemperhof Kinder mit ihrem Besuch erfreuen. Wie von ihnen zu erfahren war, möchten sie mit dem Geld Kurse für die Weiterbildung der Clown-Doktoren finanzieren, die allesamt ehrenamtlich unterwegs sind. „Dann kommt ein professioneller Clown zu uns und zeigt uns seine Tricks“, berichteten die beiden. So lernen sie mehr über Zauberei, Handpuppenspiele und vieles mehr.

    Stellvertretend für den Sozialverband VdK sprach Ulrich Holzbach (Vorsitzender VdK OV Meudt) seinen Dank aus. Zur Spendenübergabe waren auch Christof Bill (VdK OV Salz) und Jürgen Müller (VdK OV Wallmerod) gekommen. Anteilig bedacht wird auch der VdK OV Hundsangen, der an diesem Tag selbst eine Veranstaltung hatte. Wie zu erfahren war, möchten VdK Ortsverbände ihr Geld für einen guten Zweck für die Senioren in den Gemeinden fließen lassen und so den älteren Mitgliedern eine Freude bereiten.

    Jürgen Fries freute sich an diesem Abend sichtlich, dass sein persönlichen Leitspruch „Hilfe in der Region für die Region“ so großen Anklang gefunden hatte und nach den unzähligen Stunden der Vorbereitung und Planung sein Wunsch in Erfüllung ging. (Text und Foto: Ulrike Preis)


    Initiator Jürgen Fries (Mitte), seine Familie, seine Mitstreiter auch VG-Bürgermeister Klaus Lütkefedder freuten sich, dass der Spendenlauf die stolze Summe von 7.100 Euro erbrachte. Dankend nahmen die Westerwälder Clown-Doktoren und die VdK Ortsverbände in der VG Wallmerod den Spendenscheck entgegen.

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