Wasserversorgung
Wasser ist Leben! Die uneingeschränkte Verfügbarkeit von Trinkwasser zählt zu unserer Lebensqualität und wird von uns als selbstverständlich angesehen.
Wir, die Verbandsgemeindewerke Wallmerod, tragen Verantwortung dafür, dass den Einwohnern der Verbandsgemeinde Wallmerod Wasser in stets gleichbleibend hoher Qualität zur Verfügung steht – und das rund um die Uhr. Diese Verantwortung ist für uns eine Herausforderung, der wir uns mit besonderer Sorgfalt, hochentwickelter Technik und permanenten Qualitätskontrollen tagtäglich stellen.
Wasserversorgungsanlagen
Mehr als 700.000 m³ Wasser werden jährlich für die Trinkwasserversorgung der rd. 14 900 Einwohner und Gewerbetreibenden in der Verbandsgemeinde Wallmerod benötigt.
Die benötigte Menge stammt vollständig aus eigener Förderung. Acht Brunnen und vier Quellen sichern die ausreichende Trinkwasserversorgung. Darüber hinaus bestehen Kooperationsverträge mit den Verbandsgemeinden Selters und Westerburg, die im Falle akuter Wasserknappheit ihr Wasser über das Wasserversorgungssystem Hochbehälter Obersayn der Verbandsgemeinde Wallmerod zur Verfügung stellen.
Das Rohwasser wird aus den Quellen über Tiefsammelbehälter bzw. aus den Brunnen direkt zu den Hochbehältern gefördert und dort aufbereitet. Die Verbandsgemeinde Wallmerod verfügt über 11 Hoch- bzw. Sammelbehälter mit einem Speichervolumen von insgesamt 5.500 m³, einschließlich der anteiligen Speicherkapazität im Hochbehälter Obersayn.
Aus den Hochbehältern werden die rd. 5.500 Verbrauchsstellen verteilt auf 21 Ortsgemeinden über ein Leitungsnetz von mehr als 200 Kilometer Länge mit hochwertigem Trinkwasser versorgt.
Übersicht über die Wasserversorgungsanlagen
Hochbehälter Küppel
Gewinnungsanlage:
Brunnen "Ettinghausen / Kohlheck"
Zentralhochbehälter 2
Gewinnungsanlage:
• Brunnen "Ettinghausen / Ochsenhaide"
• Brunnen "Ettinghausen / Kälberbitz"
• Brunnen "Meudt / Forst"
Zentralhochbehälter 1
Sammelbehälter:
Tiefsammelbehälter Eisen
Gewinnungsanlage:
• Brunnen "Eisen / Auf den Rosen"
• Brunnen "Eisen / Blaum"
• Quelle "Ehringhausen / Gänseteich"
• Quelle "Ehringhausen / Willinger Wiese"
Hochbehälter Eichberg
Gewinnungsanlage:
Brunnen "Eichberg / Molsberg"
Hochbehälter Kölsberg
Sammelbehälter:
Tiefsammelbehälter Steinefrenz
Gewinnungsanlage:
Quelle "Steinefrenz / Großrother Feld"
Hochbehälter Obersayn
Sammelbehälter:
Tiefsammelbehälter Arnshöfen
Gewinnungsanlage:
• Brunnen "Arnshöfen / Dammwiese"
• Quelle "Arnshöfen / Am Weiher"
Hochbehälter Salz
Die Aufbereitung des Rohwassers zum Trinkwasser in den Hochbehältern bzw. im Tiefsammelbehälter erfolgt in Abhängigkeit der Eigenschaft des Rohwassers. Nach § 45 Abs. 3 Ziffer 2 Trinkwasserverordnung 2023 geben wir nachfolgend Auskunft über die eingesetzten Verfahren und Aufbereitungsstoffe:
Gewinnungsanlagen
Quelle „Am Weiher“, Arnshöfen
Standort der Aufbereitung:
Hochbehälter Obersayn
Verfahren:
Physikalische Restentsäuerung, Filtration in geschlossenen Filterkessel, UV-Bestrahlung zur Desinfektion
Aufbereitungsstoffe:
Calciumcarbonat
Versorgungsbereich:
HB Obersayn
Tiefbrunnen „Dammswiese“, Arnshöfen
Standort der Aufbereitung:
Hochbehälter Obersayn
Verfahren:
Physikalische Restentsäuerung, Filtration in geschlossenen Filterkessel, UV-Bestrahlung zur Desinfektion
Aufbereitungsstoffe:
Calciumcarbonat
Versorgungsbereich:
HB Obersayn
Tiefbrunnen „Kohlheck“, Ettinghausen
Standort der Aufbereitung:
Hochbehälter Z II
Verfahren:
Filtration in geschlossenen Filterkessel
Aufbereitungsstoffe:
Calciumcarbonat
Versorgungsbereich:
HB Z II
Tiefbrunnen „Ochsenhaide/Kälberbitz“, Meudt
Standort der Aufbereitung:
Hochbehälter Z II
Verfahren:
Filtration in geschlossenem Filterkessel
Aufbereitungsstoffe:
Calciumcarbonat
Versorgungsbereich:
HB Z II
Tiefbrunnen „Auf den Rosen“ und Quelle „Willinger Wiese“, Meudt-Eisen
Standort der Aufbereitung:
Tiefsammelbehälter Eisen
Verfahren:
UV-Bestrahlung zur Desinfektion. Filtration in Wickelkerzenfilter. Physikalische Restentsäuerung
Versorgungsbereich:
Hochbehälter Z I
Tiefbrunnen „Blaum“, Meudt-Eisen
Standort der Aufbereitung:
Tiefsammelbehälter Eisen
Verfahren:
Physikalische Restentsäuerung
Versorgungsbereich:
Hochbehälter Z I
Tiefbrunnen „Eichberg“, Molsberg
Versorgungsbereich:
Hochbehälter Z I
Quelle „Im Großrotherfeld“, Steinefrenz
Verfahren:
UV-Bestrahlung zur Desinfektion. Filtration in geschlossenem Filterkessel. Physikalische Restentsäuerung
Aufbereitungsstoffe:
• Polyaluminiumchlorid (PAC 17)
• Hydro-Anthrasit Calciumcarbonat
Versorgungsbereich:
Hochbehälter Kölsberg
Trinkwasserqualität
Trinkwasser gehört zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln überhaupt. Es gelten hier besonders strikte Kriterien. Zahlreiche gesetzliche Vorschriften regeln die Wasserqualität bis ins Detail. Die kontinuierliche Überprüfung unseres Trinkwassers nach Schadstoffen aller Art hat für uns höchste Priorität.
Aussagen zur Qualität des Trinkwassers (Härtegrad, chemische und mikrobiologische Parameter) im Bereich des Versorgungsgebiets zu Ihrer Anschrift können Sie unter dem folgenden Link abrufen:
Auch Sie als Abnehmer unseres Trinkwassers können eigenverantwortlich dazu beitragen, dass das Trinkwasser den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entspricht und nicht in seinen Eigenschaften verfälscht wird. Zu diesem Zwecke sollten Sie regelmäßig den installierten Wasserfilter warten. Eine mangelhafte Wartung des Wasserfilters kann das Entstehen von Keimzellen verursachen. Reinigen Sie deshalb den installierten Wasserfilter nach den vorgegebenen Wartungsintervallen.
Hinweis: Kein ausreichender Druck in der Wasserleitung ist oftmals auch das Ergebnis von verunreinigten Filteranlagen.
Höhe der Entgelte bei der Wasserversorgung
Die Höhe der Entgelte wird jährlich durch den Verbandsgemeinderat in der Haushaltssatzung der Verbandsgemeinde Wallmerod festgelegt. Die aktuellen Entgelte und Beitragssätze entnehmen Sie bitte der Übersicht unter: Rechtsgrundlagen.
Erläuterung zur Ermittlung der Abrechnungswerte für die Jahresverbrauchsabrechnung
Die Ermittlung der Verbrauchs- bzw. Abrechnungswerte wird nach folgendem Verfahren durchgeführt:
Die Ablesung der Wasserzähler findet meist bereits Ende Oktober statt. Der im Oktober abgelesene Stand des Wasserzählers wird auf den 31.12. des Jahres "hochgewichtet", um einen Verbrauchswert für ein volles Kalenderjahr zu erhalten. Der Abrechnungszeitraum ist somit immer das volle Kalenderjahr (01.01. bis 31.12.).
Berechnungsbeispiel:
Anfangsstand des Wasserzählers am 01.01.: 100 m³
Ablesestand des Wasserzählers am 31.10.: 200 m³
Der Verbrauch im Zeitraum von Januar bis Oktober (= 10 Monate) liegt bei 100 m³ und entspricht somit einem monatlichen Verbrauch von 10 m³. Durch Hochrechnung des Monatsverbrauchs (Gewichtung) von 10 m³ auf ein Jahr ergibt sich ein Jahresverbrauch von 120 m³.
Somit ergibt sich ein gewichteter Endstand zum 31.12. in Höhe von 220 m³. Dieser Stand wird in der Jahresverbrauchsabrechnung abgerechnet.