Von der Schulbank auf den Entdeckerpfad
Der Startschuss fiel im Klassenzimmer, wo die Kinder die theoretischen Grundlagen des Wasserkreislaufs unter die Lupe nahmen. Doch die graue Theorie hielt nicht lange vor: Ausgerüstet mit festem Schuhwerk und jeder Menge Neugier verwandelte sich die Projektwoche schnell in ein echtes Outdoor-Abenteuer. Gemeinsam mit der Klimaschutzmanagerin machte sich die Gruppe auf den fünf Kilometer langen Fußmarsch von der Schule in Richtung Kläranlage.

Der Weg wurde dabei zum Freiluft-Labor. An verschiedenen Stationen legte die Gruppe Pausen ein, um spannende Experimente durchzuführen. Das Highlight auf der Strecke: Die Kinder schlüpften in die Rolle von Ingenieurinnen und Ingenieuren und bauten aus gesammelten Naturmaterialien wie Sand, Kies und Moos eigene, voll funktionsfähige Wasserfilter. Zu sehen, wie trübes Wasser durch die Schichten der Natur plötzlich wieder klarer wurde, sorgte für große Begeisterung.
Zu Besuch bei den unsichtbaren Helden der Kläranlage
Am Ziel angekommen, öffnete die örtliche Kläranlage ihre Tore für die jungen Klimaschützer. Bei einer exklusiven Führung durch den angehenden Abwassermeister Carl Rinkart wurde den Kindern Schritt für Schritt erklärt, welche mechanischen, biologischen und chemischen Prozesse nötig sind, um unser Abwasser zu reinigen. Die riesigen Becken und die komplexen Anlagen hinterließen mächtig Eindruck.
Das absolute Highlight wartete jedoch am Ende der Führung: der Blick durch das Mikroskop. Die Kinder durften die fleißigsten Mitarbeiter der gesamten Kläranlage hautnah kennenlernen – die Mikroorganismen und Bakterien. Zu sehen, wie Millionen winziger Lebewesen unermüdlich im Wasser arbeiten, um selbst kleinste Schmutzpartikel zu vertilgen, brachte die Schülerinnen und Schüler aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Fazit der Woche: > Die Projektwoche war ein voller Erfolg! Die Kinder hatten nicht nur riesigen Spaß, sondern haben auch ein tiefes Verständnis dafür entwickelt, wie wertvoll unsere Wasserressourcen sind und wie viel Arbeit hinter sauberem Trinkwasser steckt. Ein großes Dankeschön gilt den engagierten Lehrerinnen, der Klimaschutzmanagerin und dem Team der Kläranlage für diese unvergesslichen Einblicke!
