Umso wichtiger ist es, schon im jungen Alter Respekt für seine Bedürfnisse und persönliche Grenzen gegen Angriffe aller Art zu verteidigen. Unter diesem Anlass haben 21 junge Menschen der VG Wallmerod an einem Selbstverteidigungskurs unter der Leitung von Florian Knautz teilgenommen. Der Polizeihauptkommissar erlebt in seinem beruflichen Alltag regelmäßig Gewalt bzw. die Folgen davon. Er hat selbst den 3. Dan Ju-Jutsu und thematisiert in seinen Kursen für Kinder, wie wichtig Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen ist.
Die Kinder lernten schnell „der beste Kampf ist der, der nicht stattfindet“. Daher begann der Kurs mit Übungen zum selbstsicheren Auftreten – stabiler Stand, aufrechte Haltung, laute und klare Aussagen und bei einer Bedrohung, mindestens einen armlangen Abstand aufbauen. Dabei ist es wichtig zu deutlich zu zeigen, dass man deeskalieren möchte, z.B. indem man mit der offenen Hand „Stopp“ signalisiert anstatt einer Faust zu bilden. Jeder sollte immer aufpassen, achtsam seine Umgebung beobachten und entscheiden, ob die Ampel grün ist (=Wohlfühlbereich) oder rot ist (=möchte ich nicht). In „roten“ Situationen sollten wir weggehen oder, wenn es nicht möglich ist, mit unserer Körpersprache zeigen, dass man bereit ist sich zu wehren und verbal laut seine Grenzen aufzeigen. Die Kinder lernten hierbei verschiedene Techniken der Selbstverteidigung, wie z.B. den Block, um den Kopf mit den Händen und Armen zu schützen oder den Falling step, um aus der Distanz einen Angriff zu starten. Wenn man sich wehr, muss die Technik sitzen. Daher sollte man die Übungen regelmäßig für sich selbst wiederholen und bspw. im Spiegel schauen, ob man diese noch richtig umsetzt.
