Bürgermeister Klaus Lütkefedder, der auch Vorsitzender des Kulturfördervereins ist, betonte mit Stolz, dass erstmals in jeder Grundschule der Verbandsgemeinde eine eigene Chorklasse angeboten wird. „Die Gesamtsumme von 10.800,00 Euro (1.800,00 Euro pro Schule) ist gut angelegtes Geld. Die Kinder werden zum Singen animiert und finden so zu Chören im Kinder-, Jugend- oder Erwachsenenbereich. Das stärkt unsere Vereine auf Dauer“, so Lütkefedder weiter.
Dank dieser verlässlichen finanziellen Absicherung durch den Kulturförderverein erhalten im nächsten Schuljahr alle sechs Grundschulen das begehrte Musikangebot:
- Astrid-Lindgren-Schule (Herschbach)
- Erich-Kästner-Schule (Hundsangen)
- Adolf-Reichwein-Schule (Meudt)
- Ahrbach-Grundschule (Niederahr)
- Grundschule am Eichberg (Wallmerod)
- Lindengrundschule (Weroth)
Bereits im Schuljahr 2018/19 starteten die Chorklassen als Pilotprojekt des Chorverbandes Westerwald an drei Schulen. Die erste feste Chorklasse startete unter der Leitung von Mario Siry an der Grundschule am Eichberg in Wallmerod. Schon damals wurde das Projekt maßgeblich vom Kulturförderverein unterstützt und zu einem wesentlichen Teil finanziert. Weil die Ergebnisse so überzeugend waren, etablierte der Kulturförderverein die Initiative seit 2021 fest in der VG Wallmerod. Seitdem wuchs das Projekt Jahr für Jahr um eine weitere Schule an.
Die Initiative schließt eine wichtige Lücke im Schulalltag, da Musikunterricht in der Primarstufe häufig fachfremd erteilt wird und Lehrkräften oft der sichere Umgang mit der Kindersingstimme fehlt. Einmal pro Woche kommt dafür eine externe Fachkraft des Chorverbandes Westerwald direkt in den Unterricht. Auf Basis des Programms „Jekiss“ (Jedem Kind seine Stimme) lernen die Kinder spielerisch Stimmbildung, Atemtechnik und Liedauswahl. Die regulären Lehrkräfte werden dabei aktiv eingebunden. Sie erhalten das nötige Werkzeug, um das gemeinsame Singen nach Projektende eigenständig als festen Unterrichtsbestandteil fortzuführen.
Die Bilanz des Kulturfördervereins fällt durchweg positiv aus: Die Zielsetzung wurde an allen bisherigen Standorten vollständig erreicht. Der Ausbau auf alle sechs Schulen wird von Kindern, Lehrkräften und Eltern gleichermaßen ausdrücklich begrüßt.
