Die Auswirkungen der vergangenen Trockenjahre und der zunehmenden Wetterextreme sind in unseren Wäldern weiterhin deutlich sichtbar.
Nachdem in den letzten Jahren vor allem die Fichte durch Borkenkäfer und Trockenheit stark geschädigt wurde, sind inzwischen auch weitere Baumarten betroffen.
Bei vielen Baumarten sind die Folgen der Trockenheit inzwischen deutlich sichtbar – auch bei der Buche. Besonders auffällig ist die ungewöhnlich frühe Verfärbung des Laubes. Während die Blätter normalerweise erst im späten Oktober von den Bäumen fallen, färben sie sich bereits jetzt orange und braun und fallen zu Boden.
Die anhaltende Trockenheit führt mittlerweile sogar dazu, dass grüne Blätter abfallen und die Baumkronen zunehmend lichter und dürrer werden. Bei besonders stark geschädigten Bäumen löst sich vor allem auf der sonnenzugewandten Seite die Rinde vom Stamm. Teilweise sterben ganze Kronenteile ab.
Auch die Esche ist stark betroffen. Flächige Absterbe-Erscheinungen sind hier vor allem auf das Eschentriebsterben zurückzuführen, eine durch einen Pilz verursachte Erkrankung. Die infolge des Klimawandels zunehmend nassen Winter in Kombination mit langen Trockenphasen im Sommer verschärfen die Situation zusätzlich. Die oft noch grün erscheinende Krone täuscht dabei über massiv geschädigte Wurzeln hinweg, was insbesondere entlang von Straßen ein nicht kalkulierbares Risiko darstellt.
Häufig ist es notwendig, geschädigte und abgestorbene Bäume zu entnehmen. Zum einen kann das Holz so noch genutzt werden, bevor es vollständig entwertet ist. Zum anderen müssen die Flächen weiterhin sicher begehbar bleiben. Gerade in Zeiten des Klimawandels ist es wichtig, die Wälder aktiv zu entwickeln und klimaangepasste, vielfältige Baumarten einzubringen und zu erhalten. Dafür müssen Flächen zugänglich sein, um entsprechend bepflanzt und gepflegt werden können.
Tote oder stark geschädigte Bäume, die jederzeit umstürzen oder einzelne Äste und Kronenteile verlieren können, stellen dabei eine erhebliche Gefahr dar. Auch die Verkehrssicherung gewinnt deshalb zunehmend an Bedeutung. Insbesondere an Hütten, Infotafeln, Straßen und an den Wald angrenzenden Häusern müssen gefährliche Bäume regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls entnommen werden.
Besorgniserregend ist diese Entwicklung insbesondere deshalb, weil die Dürre inzwischen auch unseren heimischen Baumarten zu schaffen macht. Der Ausfall stellt Förster und Waldbesitzer vor große Herausforderungen. Wie der Forst auf die veränderten Bedingungen reagiert und welche Maßnahmen dafür notwendig sind, erfahren Sie bei einem gemeinsamen Waldbegang mit Mitarbeitern des Forstamtes Rennerod. Wir freuen uns über ein zahlreiches Erscheinen.
28.08.2026 - 13:30 Uhr - Niederahr
Treffpunkt: Moschheimer Straße (hinter der Firma Westfalia Seperator)
