Als das Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz die Schulen Anfang März über die bundesweite „Brain Health Schoolchallenge 2026“ informierte, sprach Klassenlehrerin Nadine Matthey mit ihren Zweitklässlern darüber, was ihnen zum Thema „Gehirngesundheit“ einfällt. Schnell wurde klar: An ihrer Schule gibt es viele Dinge, die Körper und Geist stärken. Warum also nicht beim Wettbewerb mitmachen?
Die Kinder waren sofort begeistert. Gemeinsam entstand die Idee, ihre Schule und ihren Schulalltag in einem kreativen Film vorzustellen. Frau Matthey schrieb über die Osterferien ein Theaterstück, die Kinder lernten ihre Rollen, gestalteten Gehirn-Masken und drehten mit großer Freude zahlreiche Szenen auf dem Schulgelände. Aus vielen Stunden gemeinsamer Arbeit entstand schließlich ein Film, den Luca mit viel Engagement und Kreativität zusammenschnitt.
Niemand konnte damals ahnen, welche Reise dieses Projekt noch nehmen würde.
Am 23. Mai erreichte die Klasse die Nachricht, dass ihr Beitrag deutschlandweit zu den beiden besten Projekten gewählt worden war. Gleichzeitig kam die Einladung zur Preisverleihung in die Berliner Charité. Die Freude war riesig – doch ebenso groß war die Frage, wie eine so kurzfristige Reise nach Berlin für eine gesamte zweite Klasse ermöglicht werden könnte.
Was dann geschah, hat viele Beteiligte tief berührt.
Innerhalb kürzester Zeit erklärten sich Menschen bereit zu helfen. Unternehmen, Vereine, Politiker Privatpersonen und zahlreiche Unterstützer spendeten Geld, Zeit und Energie, damit die Kinder diese einmalige Erfahrung machen konnten. Begleitpersonen stellten sich zur Verfügung, Helfer organisierten die Reise, Familien unterstützten das Vorhaben mit großem Vertrauen. Aus einer Idee wurde ein Gemeinschaftsprojekt.
Vom 12. bis 14. Juni 2026 durfte die Klasse schließlich nach Berlin reisen. Bereits vor der Preisverleihung erwartete die Kinder ein besonderes Highlight: Der Bundestagsabgeordnete Harald Orthey ermöglichte eine Besichtigung der Reichstagskuppel und der Dachterrasse des Deutschen Bundestages.
Der Höhepunkt folgte am Samstag, dem 13. Juni, um 15.30 Uhr in der Neurologie der Charité: Die Klasse von Nadine Matthey wurde als bundesweiter Sieger der Brain Health Schoolchallenge 2026 ausgezeichnet und erreichte den 1. Platz. Die Preisverleihung konnte auch über Zoom verfolgt werden, so dass auch Fans und Familienmitglieder live dabei sein konnten.
Doch wer die Kinder nach ihrer Rückkehr erlebte, merkte schnell, dass sie weit mehr als einen Pokal mit nach Hause brachten.
Während der Reise wuchs die Gemeinschaft der Klasse spürbar zusammen. „Uns geht es hier so gut und wir wachsen so toll zusammen! Einer für alle, alle für einen“, schrieb Frau Matthey nach der Preisverleihung nach Hause. Für die Kinder wurde die Berlinfahrt zu einem Erlebnis voller neuer Eindrücke, gemeinsamer Erfolge und wertvoller Erinnerungen.
Als der Bus wieder zuhause ankam, warteten Familien, Freunde und Unterstützer bereits auf die jungen Siegerinnen und Sieger. Mit Luftballons, Willkommensplakaten und sogar einem kleinen Feuerwerk wurden die Kinder empfangen – ein bewegender Abschluss eines außergewöhnlichen Wochenendes.
Besonders dankbar blickt die Klasse auf die vielen Menschen zurück, die dieses Abenteuer möglich gemacht haben. Frau Matthey bedankte sich bei den Kindern für ihren Einsatz, bei den Begleitpersonen für ihre Unterstützung, bei Luca für die Umsetzung des Films, bei den Eltern für ihr Vertrauen und vor allem bei den zahlreichen Sponsoren und Spendern, die so schnell und großzügig geholfen haben. Neben vielen Privatpersonen spendeten die Ortsgemeinde Wallmerod, die Autozentrale Eichmann Hundsangen, die Westerwaldbank, die Kreissparkasse, die Nassauische Sparkasse, die Avatar GmbH Wallmerod, Steuerberater und Rechtsanwälte Dr. Kögler – Ickenroth – Fries Wallmerod und der Verein GuuDe e.V.
„Unser Wir ist gewachsen“, schrieb sie in ihrer Dankesnachricht. Vielleicht beschreibt dieser Satz am besten, was von dieser Reise bleiben wird.
Auch der Förderverein möchte allen Unterstützerinnen und Unterstützern von Herzen danken. Die große Hilfsbereitschaft hat nicht nur die Reise nach Berlin ermöglicht, sondern den Kindern gezeigt, was Gemeinschaft bewirken kann.
Nach Abschluss der Fahrt und der Begleichung aller Kosten ist ein Restbetrag von 730 Euro verblieben. Der Förderverein wird diese Mittel verantwortungsvoll und im Sinne der Spender für vergleichbare schulische Zwecke einsetzen, insbesondere zur Unterstützung zukünftiger Klassenfahrten und für Kinder, die bei solchen Angeboten auf finanzielle Hilfe angewiesen sind.
So wirkt die Großzügigkeit der vielen Unterstützer auch über dieses besondere Kapitel hinaus weiter.
Die Klasse hat den ersten Platz gewonnen. Noch wichtiger aber: Sie hat erfahren, was möglich wird, wenn viele Menschen gemeinsam an Kinder glauben.

